Cyberanthropologie

Cyberanthropologie

Die Cyberethnologie ist eine jüngere Subdisziplin der Allgemeinen Anthropologie und hat die Erforschung sowie die wissenschaftliche Beschreibung (Ethnografie) der Lebenswelten und Verhaltensweisen von modernen Internetkulturen, virtuellen Netzwerken und Communities zur Aufgabe.

Zeitliche Einteilung
Mit der Entwicklung des Internets zum Web 2.0 entstehen zu Beginn des 21ten Jahrhunderts zahlreiche Communitys, welche die unterschiedlichsten Zielsetzungen haben. Foren mit jeglichem Thema wachsen durch den Anstieg der Menschen, welche einen regelmäßigen Zugriff auf einen Computer besitzen zu einer wahren Konstante im World Wide Web heran. Mitglieder suchen nach Rat und geben ihr eigenes Wissen an Ihnen zunächst doch Fremde weiter. Alleine das spezifische Thema im Board eint die Mitglieder untereinander.

Dazu können auf der einen Seite Foren und Plattformen wie Youtube und Facebook gehören. Andererseits bietet das World Wide Web aber auch die Möglichkeit zum Einstieg in komplett andere, rein virtuelle Welten. Eine virtuelle Welt ist zum Beispiel World of Warcraft (WoW) oder Second Life. Diese Welten können mitunter auch einen Platz für die sakrale Ausübung von Religion und Glaube bieten. So ist bekannt, dass die Bewohner von virtuellen Welten untereinander eigene Rituale erfinden und praktizieren, welche sich von der realen Welt manchmal unterscheiden oder aus ihr übernommen worden sind. Interessant ist dieses auch, da sich die Spieler meistens aus verschiedenen Kulturen zusammensetzen und somit eine Vermischung von Praktiken stattfindet.

Literatur:

Figl, Johann (2003): Handbuch Religionswissenschaft: Religionen und ihre zentralen Themen. Innsbruck: Tyrolia/Vandenhoeck & Ruprecht. S. 265.

Gajjala, Radhika (2004): Cyber selves: feminist ethnographies of South Asian women. Oxford: AltaMira press.

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